
"Head First" scheiße zu finden, ist nicht schwierig, schon der zweite Song "Believer" weckt schlimmste Erinnerungen an tonnenweise Haarspray und Klamotten, die man eigentlich nie wieder sehen wollte. Und so gehts weiter - wer nach dem heillos überfrachteten "Alive" noch steht, und sich damit abgefunden hat, dass Goldfrapp wieder nicht "Felt Mountain II" aufgenommen haben, wird zwar im weiteren Verlauf des Albums noch (spärlich) für seine Geduld belohnt, aber sicher nicht glücklich.
"Head First" ist seicht. Elegant und clever produziert, aber im Endeffekt unglaublich seicht. Die unterkühlte Erotik, die die schnelleren Goldfrapp-Songs früher auszeichnete, ist passé. Hier regieren die Patschpatsch-Snare und ganze Turnhallen voller Hall. Einzelne Lichtblicke wie das zärtlich vor sich hin mäandernde "Hunt" und das bekloppte "Shiny and Warm" können leider nicht darüber hinwegtäuschen, dass dieses Album das mit Abstand schwächste Werk Goldfrapps darstellt. Sollte sich der Abwärtstrend tatsächlich fortsetzen, packt mich schon jetzt das Grausen vor der nächsten Platte...
Wenn das grandiose "Voicething" am Ende nicht wäre, würde ich punktemäßig noch mehr draufhauen, so gibt es aber immerhin 2,5 Splibse. Noch einen solchen Ausrutscher verzeih ich denen aber nicht mehr.
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